LV Nordrhein-Westfalen Archiv Veranstaltungen

Neues aus dem Vorstand: Mai 2019

Fachtagung und Landesversammlung

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Planung von Fachtagung und Landesversammlung: Am 14.11.2019 erwartet die Teilnehmer wieder eine interessante Mischung aus Information und fachlichem Input. In diesem Jahr steht das Thema „Digitalisierung“ auf der Agenda. Mit Frau Dr. Joanna Burchert konnte eine Referentin gewonnen werden, die ihre Erfahrungen aus pflegefremden Kontexten zugänglich machen wird. Zum ersten Mal sollen auch einige ausgewählte Unternehmen angefragt werden zum Thema Digitalisierung in der Berufsbildung auszustellen.

Spannend ist auch in diesem Jahr die Frage, wer den Nachwuchspreis für die beste Masterthesis erhält. Nach einer intensiven Sichtung der eingereichten Arbeiten konnten 3 herausragende Abschlussarbeiten ausgewählt und an die externen Juroren geleitet werden. Das Ergebnis wird während der Fachtung verkündet.

Der Nachmittag wird für die Mitglieder im Zeichen der Berufspolitik stehen. Dazu gehören wie immer frische Informationen aus dem MAGS.

Neu wird in diesem Jahr das Anmeldeverfahren sein, das erstmals über ein Online-Buchungssystem laufen wird. Das soll vor allen Dingen eine starke administrative Entlastung bringen.

Informationsaustausch

Neben dem Thema Fachtagung steht im Vorstand regelmäßig der Informationsaustausch über die Aktivitäten in Gremien und innerhalb des BLGS. Torsten Edelkraut und Evelyn Adams berichteten über ihre Teilnahme bei der BLGS-Klausurtagung, Thomas Kutschke berichtete über Landespflegerat und Begleitgremium des MAGS zur Umsetzung des Pflegeberufegesetzes. Interessant die Überlegungen zur generalistisch ausgerichteten Assistenzausbildung, die schon 2020 gesetzlich abgesichert sein soll: Das Ministerium prüft, inwieweit die Erlangung eines Schulabschlusses bei längerer Ausbildungszeit mit der Assistenzausbildung verbunden werden kann. Konkrete Vorschläge liegen allerdings noch nicht vor.

Auch die Aktivitäten in den Regionalgruppen und Sektoren im Landesverband werden im Vorstand besprochen und koordiniert. Dabei werden Unterstützungsbedarfe erkannt und Informationen gesichert. So wird die Sektion Praxisanleitung bis zum Herbst Fachthemen sammeln, zu denen sich Praxisanleitende Fachvorträge wünschen. Noch im Herbst möchte der Vorstand entscheiden, ob Praxisanleitenden bei künftigen Fachtagungen spezifische Fachvorträge angeboten werden.

Die nächste Vorstandssitzung wird am 26.08.2019 in Siegen stattfinden.

 

Neuer Regionalgruppensprecher für Kölner Region

Monika Cremer-Biermann ist stolz darauf, im NRW-Landesverband die Regionalgruppe Köln aufgebaut und seit ihrer Gründung geleitet zu haben. „Meiner ersten Einladung folgten nur ganz wenige Lehrende,“ erinnert sich die Pädagogin, die hauptberuflich die Gesamtleitung der Akademie für Pflege, Gesundheit und Soziales der DRK-Schwesternschaft Bonn verantwortet. Aus ihren frühen Anstrengungen wurde eine aktive Regionalgruppe, die sich regelmäßig zu berufspolitischen Themen trifft. Bis zu 30 Teilnehmer konnte Monika Cremer-Biermann zuletzt zu den Versammlungen begrüßen.

Die Aufgaben des Regionalsprechers übergibt sie ab sofort Carsten Mathar, Leiter der Franziska Schervier Schule in Stolberg. Der Vater von 4 Kindern half zuletzt in der Regionalgruppe eine Praxisanleiterkonferenz ins Leben zu rufen. Im Namen aller Teilnehmer bedankte er sich bei Monika Cremer-Biemann für den langjährigen Einsatz. Bei der Wahrnehmung der Sprecheraufgabe wird Carsten Mathar von Manfred Kosuch, LVR-Klinik Düren unterstützt.

Das nächste Regionalgruppentreffen findet am 28.10.2019 im Gesundheits- und Bildungszentrum Gummersbach statt.

 

Minister Laumann: Studienkapazitäten in der Pflegepädagogik sollen ausgebaut werden

Der BLGS mahnt regelmäßig den Mangel an Pflegepädagogen an. Zuletzt schrieb Landesvorsitzender Thomas Kutschke dem NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich eines Erlasses, der eine "angepasste Zulassungspraxis" für Lehrende in NRW vorsieht. In seiner Antwort verteidigt der Minister seinen Erlass: Man gelange "... zunehmend in eine Situation, in der die Erhaltung der hohen Ausbildungsqualität zu Lasten der flächendeckenden pflegerischen Versorgung geht." Die derzeitig geltende Zulassungspraxis decke ohnehin nur den Zeitraum bis 31. Dezember 2019 ab. Ab dem 01. Januar 2020 trete das Landesausführungsgesetz für Pflegeberufe in Kraft, in dem ebenfalls eine Übergangsregelung für die Anerkennung von Bachelorabsolventen in den Pflegeschulen vorgesehen sei.

Starkes Gehör findet der BLGS in der Frage des Ausbaus der Studienkapazitäten: Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen "haben ihre Bereitschaft zur Erhöhung der bisherigen Studienplatzkapazitäten zugesagt." schreibt Laumann dem Landesvorstand und verweist insbesondere auf den in Bochum neu startenden Masterstudiengang "Pflegepädagogik". Die Entscheidung über zusätzliche Studienplätze trifft der Gesundheitsminister nicht: Zuständig ist in NRW das Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

Das ganze Schreiben des Ministers lesen Sie hier.

Eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Pro- und Contra-Argumente sind auch nachzulesen in der Zeitschrift Altenpflege (3/19, Vincentz Network, Hannover).

 

Assistenzausbildung wird neu geregelt

Für das NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist klar: Das Land braucht eine neue praxisnahe Ausbildung in der Pflegeassistenz. Bis Ende 2019 soll ein entsprechendes Gesetz vorliegen und die bisherigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz und Altenpflegehilfe ablösen. Dies verlautete im Begleitgremium zur Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes des MAGS.

Der BLGS Landesvorstand befürwortet eine Verlängerung der Ausbildung auf 1,5 bis 2 Jahre sowie eine bundeseinheitliche Regelung. Die Ausrichtung des Gesetzes muss generalistisch sein, um eine Anschlussfähigkeit an das PflbG zu schaffen.

Evelyn Adams und Thomas Kutschke vertreten die Interessen der Lehrenden für den BLGS NRW im Begleitgremium und berichten regelmäßig im Vorstand über aktuelle Entwicklungen.

 

Irritation beseitigt: Auch Altenpfleger können neue Berufsbezeichnung beantragen

Prof. Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte und stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, ist sich sicher: Das Pflegeberufegesetz lässt zu, dass Altenpflege-, Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegepersonen gleichermaßen das Führen der neuen Berufsbezeichnung erfolgreich werden beantragen können.

Eine entsprechende Frage des BLGS-Landesvorsitzenden Thomas Kutschke beantwortete Lauterbach am 26.02.19 im Rahmen einer Veranstaltung in Eschweiler/ Rhld. eindeutig. "Man muss schließlich keine Sorge haben, dass langjährig in der stationären Altenpflege Tätige morgen auf einer kardiologischen Intensivstation arbeiten." sagte Karl Lauterbach. Neben der Berufsbezeichnung würden Arbeitgeber sicher auch in Zukunft auf die Berufsbiografie schauen und prüfen, ob Stelleninteressenten ins Anforderungsprofil passen.

Die Frage, ob das Führen der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau/ Pflegefachmann auf Antrag auch den nach § 64 fortgeltenden Berufsbezeichnungen zugänglich gemacht werden kann hatte zuletzt zu Verunsicherungen auch innerhalb des BLGS geführt.

 

Angepasste Zulassungspraxis zur Qualifikation der Lehrkräfte in NRW


Minister Laumann hat die Ausbildungsstätten und Träger der Pflegeausbildungen in einem Schreiben darüber informiert, dass die Zulassungspraxis zur Qualifikation der Lehrkräfte vor allem in Schulen für Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in NRW angepasst werden soll. Der BLGS begrüßt grundsätzlich die Initiativen, die Qualifikation von Lehrkräften in NRW stärker zu forcieren, spricht sich aber in einer Stellungnahme [728 KB] gegen eine Absenkung des Qualifikationsniveaus aus, die "auch mit der neuen Gesetzgebung ab 2020 nicht vereinbar ist", wie Thomas Kutschke, Vorsitzender des BLGS NRW anmerkt.



Minister Laumann informiert: Die Mehrheit der Pflegenden in NRW stimmt für die Pflegekammer

Der Landesvorstand des BLGS NRW freut sich sehr über das nun vorliegende Ergebnis der Befragung der Pflegenden in NRW. 59% der Befragten stimmten für die Errichtung einer Pflegekammer, weiteren 20% ist eine Interessenvertretung für die Pflegenden wichtig. Somit stimmen insgesamt 79% der Befragten der Errichtung einer Pflegekammer in NRW zu. Ein tolles Ergebnis, dem eine Menge Informationsarbeit voran ging, wie Thomas Kutschke, Vorsitzender des BLGS NRW in einer Stellungnahme [45 KB] betont. Minister Laumann sagte zu, den weiteren Prozess nun zügig anzustoßen.

 

Fachtagung und Landesversammlung 2018

Erfolgreiche Fachtagung und Landesversammlung des BLGS NRW in Dortmund

Für Mitglieder des Landesverbandes NRW ist der Termin der jährlichen Fachtagung und Landesversammlung eine gute Gelegenheit, sich mit Kollegen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit reichlich Informationen zu versorgen. In diesem Jahr trafen sich am 11. Oktober fast 120 Pädagogen aus Schule, Praxis und Hochschule in Dortmund.
Sie erwartete ein breit gefächertes Programm mit Fachvorträgen, Berichten aus der Arbeit des Landesvorstandes und zum ersten Mal auch die Verleihung des Nachwuchspreises. Einen großen Stellenwert nahmen die Berichte und Erfahrungen aus der Arbeit der Fachgruppen ein. „Es hat sich gelohnt hier zu sein", fasste ein Teilnehmer den Tag zusammen.

 

Nachwuchspreis: Andrea Eckelsbach und Maike Lammert sind die ersten Preisträgerinnen

Andrea Eckelsbach und Maike Lammert sind die ersten Gewinnerinnen des Nachwuchspreises des BLGS NRW. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis würdigt Studienabsolventen und Berufseinsteiger in Lehrberufen des Gesundheitswesens für Masterarbeiten, die zu einer Vernetzung von Hochschule und Bildungspraxis beitragen.
Der Landesvorstand hat sich aufgrund des hohen Interesses und aufgrund der Vielfalt der eingereichten Themen entschieden, den Nachwuchspreis auch im Jahr 2019 auszuschreiben.

 

Stellungnahmen des BLGS NRW

Der Landesvorstand des BLGS NRW hat zu zwei aktuellen pflegepolitischen Themen in NRW eine Stellungnahme abgegeben: Zur Informationskampagne und Befragung der Pflegenden bezüglich der Errichtung einer Interessenvertretung in NRW und zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Umsetzung des Pflegeberufegesetzes. Beide Stellungnahmen sind im Mitgliederbereich abzurufen.

 

Öffentliche Info-Veranstaltungen zur Pflegekammer

Der BLGS-NRW beteiligt sich als Mitgliedsverband des Pflegerates NRW aktiv an der Informationskampagne zur Pflegekammer in NRW. Die Pflegenden in NRW sollen nach dem Willen des Gesundheitsministers selber darüber entscheiden, ob in NRW eine Pflegekammer errichtet wird oder ob es eine Vereinigung der Pflegenden nach dem bayerischen Modell geben soll. Öffentliche Info-Veranstaltungen können über die Homepage des Pflegerates abgerufen werden. Gastgeber, die eine eigene Info-Veranstaltung planen, sind herzlich eingeladen, sich an den Pflegerat zu wenden.

 

Pflegeberufegesetz: BLGS im Fachbeirat des MAGS vertreten

Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes vor. Ein Fachbeirat soll ab sofort das verantwortliche Ministerium beraten. Neben Vertretern der Kosten- und Ausbildungsträger sind auch 4 Mitglieder des Pflegerates NRW zur Mitwirkung eingeladen. „Die Zeit der Diskussionen über die Sinnhaftigkeit des Gesetzes sind jetzt vorbei“ meint Gerhard Herrmann. Im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW ist er zuständiger Abteilungsleiter für Pflege, Alter und demografische Entwicklung. „Jetzt wird gearbeitet.“

Zustimmung kommt vom BLGS-Landesvorsitzenden Thomas Kutschke, der den Verband gemeinsam mit Stellvertreterin Evelyn Adams im Beirat vertreten wird. „Aus meiner Sicht ist das ein ganz neuer Politikstil.“ Die Expertise derer zu nutzen, die in den Bildungseinrichtungen die Herausforderungen der Umsetzung des Gesetzes stemmen müssen, zeige, dass Pflege in NRW ernst genommen werde. „Wir sitzen nicht mehr am Katzentisch,“ ergänzt Evelyn Adams. Sie erkennt darin viel Wertschätzung für den Pflegerat und die Arbeit in den Mitgliedsverbänden.
Der Beirat wird sich zunächst bis 2020 mit inhaltlichen und finanziellen Fragen des Pflegeberufegesetzes beschäftigen.