LV Nordrhein-Westfalen Nachrichten

Informationen aus dem Landesvorstand

Am 24.08.2020 fand die Vorstandssitzung des BLGS NRW in Bonn statt. Schwerpunktthemen waren die anstehende Landesversammlung, alle Aktivitäten rund um die Förderprogramme der Landesregierung sowie die Entwicklungen in den verschiedenen Gesetzgebungsverfahren und zur Pflegekammer.

Landesversammlung am 12. November in Dortmund:
Die Landesversammlung findet unter Berücksichtigung der Hygieneschutzbestimmungen statt. Eine Anmeldung ist weiterhin möglich. Das Hygieneschutzkonzept des Tagungsortes finden Sie hier

Programme der Landesregierung:
Im Zusammenhang mit dem Schulbeginn an den allgemeinbildenden Schulen nach den Sommerferien hat das Land NRW verschiedene Programme aufgelegt, um einerseits eine möglichst große Sicherheit für die Lehrenden zu ermöglichen (Corona-Testungen der Lehrenden) und um andererseits die Digitalisierung der Schulen voran zu treiben (DigitalPakt NRW, Sofortausstattungsprogramm für Schüler*innen, Sofortausstattungsprogramm für Lehrende, LOGINEO NRW). Zu allen Themen hat der BLGS NRW Anfragen an die zuständigen Ministerien gestellt und um die Berücksichtigung der Schulen im Gesundheitswesen gebeten. Leider stehen zu allen Themen die Rückmeldungen noch aus.

Errichtungsausschuss Pflegekammer:
Die erste Sitzung des Errichtungsausschusses ist für den 21.09.2020 geplant. Thomas Kutschke wird als Vertreter der BLGS an dieser Sitzung teilnehmen.

Pflegefachassistenz:
Die curriculare Ausgestaltung der einjährigen Ausbildung zur Pflegefachassistenz wird im Ministerium voran getrieben. Eine erste Sitzung wird am 11.09.2020 stattfinden. Evelyn Adams vertritt den BLGS bei diesem Termin.

Ausbildungsfinanzierung OTA / ATA:
Die Sektion OTA/ATA des BLGS NRW hat eine Stellungnahme zur jüngsten Gesetzesvorlage des Gesundheitsministeriums abgegeben. Die Sektion spricht sich dafür aus, die Ausbildungen OTA und ATA ebenso wie die Pflegeausbildungen über eine eigene Finanzierungverordnung zu regeln und damit unabhängig von den Budgetverhandlungen der Krankenhausträger zu machen.

 

Förderung von dienstlichen Endgeräten für Lehrkräfte

Der BLGS NRW wendet sich an das Schulministerium

Mit der Richtlinie über die Förderung von dienstlichen Endgeräten für Lehrkräfte an Schulen in Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium für Schule und Bildung eine wichtige Entscheidung getroffen, um die Digitalisierung an Schulen durch eine Ausstattung der Lehrkräfte zu beschleunigen. Bisher sind die Lehrkräfte an den staatlich anerkannten Schulen des Gesundheitswesens dabei aber nicht berücksichtigt, sie liegen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. "Eine breitere Ausstattung mit digitalen Endgeräten gerade an den Schulen des Gesundheitswesens halten wir aber für essentiell, um den digitalen Unterricht in der Breite an den Schulen zu etablieren", argumentiert Thomas Kutschke, Landesvorsitzender des BLGS NRW nun den Schritt, sich mit einer offiziellen Anfrage an das Schulministerium zu wenden. "Wir bitten um die Unterstützung der Lehrkräfte, die die systemrelevanten Berufe ausbilden - gerade jetzt, unter den Bedingungen einer Pandemie."

 

LOGINEO NRW

BLGS NRW wirbt für Einbindung der Schulen des Gesundheitswesens

Mit dem digitalen Lernmanagementsystem LOGINEO NRW stellt das Land Nordhrein-Westfalen u.a. den öffentlichen Schulen und den Ersatzschulen in privater Trägerschaft ein rechtssicheres, datenschutzkonformes und kostenloses Angebot zur Verfügung. Die Nutzerinnen und Nutzer haben einen direkten Zugriff auf zahlreiche webbasierte Anwendungen. Die Lernplattform trägt also wesentlich zur Digitalisierung der Schulen bei. 
Leider ist für die Schulen des Gesundheitswesens bisher keine Beteiligung an LOGINEO NRW vorgesehen. Daher hat sich Thomas Kutschke, Landesvorsitzender des BLGS NRW, in einem Schreiben an das Ministerium für Schule und Bildung gewandt, um für eine Öffnung des Angebots für die Schulen des Gesundheitswesens zu werben. Unterstützt wird das Anliegen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, das für die Schulen des Gesundheitswesens zuständig ist. 

 

Landesversammlung und Preisverleihung finden statt

Der BLGS NRW lädt im November nach Dortmund ein

Lange war unklar, ob die geplante Fachtagung und Landesversammlung des BLGS NRW im November in Dortmund angesichts der aktuellen Bedingungen für Großveranstaltungen stattfinden kann. Der Landesvorstand hat sich nun für einen Kompromiss entschieden: Die Landesversammlung für die Mitglieder des BLGS sowie die Verleihung des Nachwuchspreises des BLGS NRW finden statt, die Fachtagung wird jedoch abgesagt. Damit gelingt es, den Mitgliedern vor Ort die aktuellen verbandsinternen und politischen Informationen anzubieten und es wird ein zwar kleinerer, aber würdiger Rahmen zur Verleihung des Nachwuchspreises geschaffen, für den sich auch im Jahr 2020 zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten beworben haben. Über die Bundesgeschäftsstelle sind die Mitglieder des BLGS NRW bereits eingeladen, sich für die Landesversammlung in Dortmund anzumelden.

 

Landesförderung für die Fachseminare für Altenpflege

Minister Laumann antwortet dem BLGS NRW

In einem Schreiben an Gesundheitsminister Laumann bittet der BLGS NRW darum, die Landesförderung für die Ausbildungsplätze an Fachseminaren für Altenpflege auf 500,- Euro zu erhöhen. Grund für diese Bitte ist, dass durch die Corona-Pandemie an vielen Fachseminaren der Fort- und Weiterbildungsbereich eingebrochen ist, über den häufig die finanzielle Lücke zwischen Landesförderung und Ist-Schulkosten geschlossen wurde, argumentiert Thomas Kutschke, der Landesvorsitzende des BLGS NRW. Und betont weiter: "Grundsätzlich ist die Umwälzung von Präsenzunterricht auf Lernplattformen und Webinare für alle Schulen des Gesundheitswesens eine enorme Herausforderung, die nur durch ein herausragendes Engagement gestemmt werden konnte." Nun sei es an der Zeit, der verbal betonten Systemrelevanz der Pflegeberufe auch Taten folgen zu lassen, denn durch die Mindereinnahmen seien Schulstandorte bedroht und mit Schulschließungen sei auch ein Abbau von Ausbildungskapazitäten nicht auszuschließen.
Mittlerweile liegt dem BLGS NRW das Antwortschreiben aus dem Ministerium vor. 

 

Gesetzentwurf zur Regelung der Ausbildungsvergütung in der Pflegefachassistenz

Aufforderung zur Stellungnahme

Der BLGS NRW ist, neben anderen Berufsverbänden, zur Stellungnahme zum Entwurf des "Gesetzes über die Ausbildungsvergütung für Auszubildende einer einjährigen Ausbildung zur generalistisch ausgebildeten Pflegefachassistentin und zum generalistisch ausgebildeten Pflegefachassistenten in Nordrhein-Westfalen" aufgerufen worden.

Konkret geht es um die möglichst einheitliche Regelung der Ausbildungsvergütung der Auszubildenden, unabhängig davon, ob der Träger ein Krankenhaus oder eine Einrichtung der stationären Langzeitpflege ist. Damit soll die derzeit bestehende Ungleichbehandlung der Auszubildenden beendet werden.

Der BLGS NRW begrüßt grundsätzlich die Absicht, Transparenz und Klarheit beim Thema Ausbildungsvergütungen zu schaffen und den Auszubildenden finanzielle Sicherheit zu bieten. 

Derweil zeichnet sich ab, dass die Umsetzung der einjährigen generalistischen Assistenzqualifikation erst im Jahr 2021 stattfinden soll. 

 

Anfrage an den Ministerpräsidenten

Antwortschreiben aus der Staatskanzlei liegt vor

Anfang April habe sich der Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende des BLGS, Carsten Drude und Christine Vogler, in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten des Landes NRW gewandt und die Situation der Schulen im Gesundheitswesen beschrieben, die sich durch dir coronabedingten Schulschließungen weiter verschärft hat. Konkret ging es um die Anfrage nach einer kurzfristigen und unbürokratischen Hilfe für die Schulen, um die digitalen Voraussetzungen für eine Veränderung des Unterrichtes in das häusliche Umfeld der Auszubildenden schneller schaffen zu können.

Im Antwortschreiben aus der Staatskanzlei wird der Dank des Ministerpräsidenten an die Schulen des Gesundheitswesens zum Ausdruck gebracht, dem bewusst sei, dass die derzeitige Situation nur durch ein sehr hohes Maß an Engagement zu bewältigen sei. Gleichzeitig wird auf den DigitalPakt NRW verwiesen, der den Schulen bereit finanzielle Mittel für die digitale Ausstattung zur Verfügung stelle und es wird darum gebeten, diese Mittel auch abzurufen. „Ihre Forderung, den DigitalPakt für die Schulen des Gesundheitswesens auszusetzen, würde den Bemühungen der Bezirksregierungen entgegen stehen und die betreffenden Schulen im Vergleich zu den allgemeinbildenden Schulen benachteiligen“ heißt es weiter. Vielmehr sei es notwendig, zu prüfen, ob eine Lockerung der Förderrichtlinie zur vereinfachten Förderung mobiler Endgeräte möglich sei. Diese Frage werde gerade mit dem Bund abgestimmt.

 

Miet- und Investitionskosten der Pflegeschulen

Erneuter Hinweis des BLGS NRW

Anlässlich der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 22. April 2020 im Landtag NRW hat der BLGS-Landesverband NRW mit einem Schreiben erneut auf das Problem der für die Pflegeschulen nicht geregelten Miet- und Investitionskosten aufmerksam gemacht. Gerade vor dem Hintergrund der bekannten Relevanz der Berufsgruppe Pflege, die im Moment auch gesellschaftlich besonders in den Blick genommen wird, sei es nicht hinnehmbar, das Pflegeausbildung in den Pflegeschulen nicht auskömmlich finanziert werde.

 

Fachtagung und Landesversammlung des Landesverbandes NRW

Landesvorstand hält am geplanten Termin fest

Die diesjährige Fachtagung und Landesversammlung des Landesverbandes NRW soll wie geplant am 12. November 2020 in Dortmund stattfinden. Obwohl derzeit ungewiss ist, ob eine Veranstaltung dieser Größenordnung bis dahin wieder möglich sein wird und obwohl der verschobene Deutsche Pflegetag ebenfalls zu diesem Zeitpunkt stattfinden soll, hält der Landesvorstand am geplanten Termin fest. „Wir haben im Vorstand ausführlich über eine Terminverschiebung und über Möglichkeiten einer alternativen Veranstaltungsform diskutiert. Unser Ziel ist, unseren Mitgliedern durch die Fachtagung und Landesversammlung ein Forum der Information und des Austausches untereinander, aber auch den Dialog mit der Landespolitik zu ermöglichen. Deswegen haben wir uns entschieden, am geplanten Veranstaltungsformat festzuhalten“ erläutert Thomas Kutschke, Vorsitzender des Landesverbandes NRW, die Entscheidung. Inhaltlich soll es in diesem Jahr um Möglichkeiten und Konzepte der Kompetenzentwicklung in der praktischen Ausbildung in den Pflege- und Gesundheitsberufen gehen. Im Rahmen der Fachtagung wird außerdem bereits zum dritten Mal der Nachwuchspreis des BLGS NRW verliehen, für den auch in diesem Jahr zahlreiche Bewerbungen eingegangen sind.

 

Entwurf: Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Pflegefachassistenz

Stellungnahme des BLGS NRW im Rahmen der Verbändeanhörung

Das MAGS NRW hat den Entwurf der PflfachassAPrV den Verbänden - damit auch dem BLGS NRW - zur Verbändeanhörung zugeleitet. Grundsätzlich sollen mit dem vorliegenden Entwurf zwei Ziele erreicht werden: Zum einen sollen die bisher getrennten Helfer- und Assistenzausbildungen in NRW zu einer einheitlichen, staatlich anerkannten Ausbildung zusammengeführt werden, zum anderen soll die neu konzipierte Ausbildung den "Eckpunkten für die in Länderzuständigkeit liegenden Ausbildungen zu Assistenz- und Helferberufen der Pflege", die von der Arbeits- und Sozialministerkonferenz bereits 2012 und von der Gesundheitsministerkonferenz 2013 als Mindestanforderungen beschlossen wurden, entsprechen. Der BLGS NRW hat seine Stellungnahme zum Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Pflegefachassistenz fristgerecht am 13.03.2020 beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW eingereicht.

 

Pflegerat NRW äußert sich zum Gesetzentwurf der Landesregierung

Gesetz zur Errichtung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen

Seit dem 20.11.2019 liegt der Gesetzentwurf der Landesregierung für ein Gesetz zur Errichtung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen vor. Der Pflegerat NRW hat sich nun über seinen Vorsitzenden Ludger Risse und den stv. Vorsitzenden Thomas Kutschke zu Wort gemeldet. Grundsätzlich begrüßt der Pflegerat NRW das Vorhaben der Landesregierung und sieht im Gesetzentwurf eine große Chance für die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen, über die Pflegekammer ihr "verbrieftes Mitspracherecht und ihre Steuerungsfunktion" auszuüben. Gleichzeitig mahnt der Pflegerat jedoch, dass der Aufbau der Infrastruktur, das Durchführen der Wahl sowie der Aufbau von Kommunikationsstrukturen möglicherweise teurer werden als die zur Anschubfinanzierung vorgesehenen Mittel. Daran dürfe der Aufbau der Pflegekammer nicht scheitern. Die komplette Stellungnahme finden Sie hier.

 

Fördermittel unzureichend

Die Finanzierung der Miet- und Investitionskosten ist weiterhin nicht geklärt

Die ungeklärte Finanzierung der Miet- und Investitionskosten treibt viele Pflegeschulen um - und eine Lösung ist nicht in Sicht.
Zwar sind im Landeshaushalt 2020 rund 7 Millionen Euro zur Investitionskostenförderung der Schulen vorgesehen, die sich nicht in Krankenhausträgerschaft befinden und auch die Einzelförderung gemäß KHGG NRW für die Schulen in Trägerschaft eines Krankenhauses soll ausgebaut werden - jeweils aber nur zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungskapazitäten.
"Ausbildungsplatzkapazitäten erhöhen ohne gleichzeitig die bestehenden räumlichen Ressourcen zu finanzieren: Das überfordert die Träger" sagt Thomas Kutschke, der Landesvorsitzende des BLGS NRW. Daher hat der Landesvorstand in einem Brief an Minister Laumann um die Prüfung der bestehenden Finanzierungspraxis gebeten mit dem Ziel, eine einheitliche und auskömmliche Finanzierung der Miet- und Investitionskosten aller Pflegeschulen zu erreichen.

 

Neues aus dem Landesvorstand

Die Stimme des BLGS NRW wird gehört

In der Vorstandssitzung des BLGS NRW berichtete Thomas Kutschke, Landesvorsitzender des BLGS NRW, über viele positive und wertschätzende Rückmeldungen, die der BLGS NRW als Reaktion auf seine Stellungnahmen der letzten Wochen erhalten habe. Gerade die Landespolitik schätze, dass der BLGS NRW sich nicht nur über aus seiner Sicht bestehende Missstände beklage, sondern detailliert und begründet seine Positionen darlege. Und Thomas Kutschke ergänzt: "Die Stimme des BLGS NRW wird gehört!"

Aktuelles aus den Regional- und Sektionskonferenzen:
Die Sektion OTA/ATA hat ein Positionspapier vorbereitet, das sich mit aus ihrer Sicht notwendigen Qualitätsstandards in der Ausbildung auseinandersetzt. Das Positionspapier wird über die Bundesgeschäftsstelle verteilt. In Vorbereitung auf die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, deren erster Entwurf im Frühjahr 2020 erwartet wird, ist die Sektion aktiv in Arbeitsgruppen beteiligt.

In allen Regierungsbezirken haben sich mittlerweile Praxisanleiterkonferenzen neben den Regionalkonferenzen etabliert. Diese Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass der Bedarf der Praxisanleitenden nach Vernetzung, Austausch und Interessenvertretung in der Berufspolitik hoch ist. Über die Regionalkonferenzen und deren Sprecher sollen die Praxisanleiterkonferenzen nun miteinander "vernetzt" werden. 

Bericht aus dem Begleitgremium Pflegeberufereform:
Im Begleitgremium Pflegeberufereform geht es sowohl um die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes aber auch um die weiteren Rahmenbedingungen, die mit dieser Umsetzung verbunden sind. So steht die Reform der Ausbildung in der Pflegefachassistenz für 2020 auf dem Programm, eine erste Verbändeanhörung ist für das Frühjahr angekündigt. In Bezug auf das Lehrer-Schüler-Verhältnis in den Pflegeschulen hat das Land zum einen die Anzahl der Masterstudienplätze in der Pflegepädagogik verdoppelt, zum anderen soll hier auch ein Schwerpunkt der nächsten Landesberichterstattung Gesundheitsberufe liegen. In einer Sondersitzung Anfang April beschäftigt sich das Gremium mit dem Thema "Kooperationen".

Bericht aus dem pflegefachlichen Beirat zur Pflegekammer:
Das Gesetzgebungsverfahren läuft, die letzte Lesung im Landtag steht noch aus. Für den 18.03.2020 ist eine Anhörung von Sachverständigen vorgesehen. Geplant ist, am 01.05.2020 den Startschuss für den Errichtungsausschuss der Pflegekammer zu geben. 

Fachtagung und Landesversammlung 2020:
Am 12.11.2020 findet die Fachtagung und Landesversammlung im Messe&Congress Dortmund statt, in deren Rahmen zum dritten Mal der Nachwuchspreis des BLGS NRW verliehen wird.

 

Kriterien zur Prüfung schulinterner Curricula

Offizielle Prüfkriterien liegen den Bezirksregierungen vor

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheits und Soziales (MAGS) des Landes NRW hat den Bezirksregierungen die offiziellen Kriterien zur Prüfung der Schulcurricula übersandt. Der Fokus der Prüfung bezieht sich auf die Einhaltung der rechtlichen Erfordernisse. Die Prüfkriterien sind verbindlich und werden auf den Seiten des MAGS NRW veröffentlicht.

Außerdem wird den Schulen ein weiteres (qualitatives) Prüfinstrument zur Verfügung gestellt, das den Schulen im laufenden, aber auch in zukünftigen Curriculumentwicklungsprozessen Orientierung bieten soll: Die pflegedidaktischen Qualitätskriterien zur Konstruktion und Evaluation schulischer Curricula auf der Grundlage von PflBG und PflAPrV wurden im Projekt SchulBerEit entwickelt, bilden sowohl die aktuelle pflegedidaktische Diskussion als auch die rechtlichen Vorgaben ab und stehen den Schulen ab sofort zur Verfügung. 

 

Positionspapier veröffentlicht

Qualitätsstandards in der Ausbildung ATA / OTA

Die Sektion OTA / ATA des BLGS NRW hat sich in ihren letzten Sitzungen mit dem Berufegesetz sowie mit aus ihrer Sicht notwendigen Qualitätsstandards in der Ausbildung auseinandergesetzt. Daraus ist ein Positionspapier entstanden, das nun vom Bundesvorstand des BLGS sowohl verbandsintern als auch in den bundesweit relevanten Gremien veröffentlicht wird.

 

Umsetzung des Pflegeberufegesetzes

Der BLGS NRW nimmt Stellung

Am Ende des letzten Jahres haben die fünf Bezirksregierungen in NRW die Pflegeschulen über die "notwendigen Anpassungen und das weitere Verfahren" beim Ausbildungsstart nach dem PflBG informiert. Das Schreiben löste bei den Mitgliedern des BLGS viele Rückfragen, aber auch Irritation aus. "Wir begrüßen und unterstützen ausdrücklich unser gemeinsames Ziel, in Nordrhein-Westfalen eine hochwertige Pflegeausbildung sicher zu stellen" betont Thomas Kutschke, Landesvorsitzender des BLGS NRW. Dennoch sei die angedachte Aufgabenverteilung aus Sicht der Pflegeschulen überdenkenswert. Der Landesvorstand hat daher die aus seiner Sicht kritischen Punkte in einem Schreiben an die fünf Bezirksregierungen und das MAGS zusammengefasst. In ihrer Antwort sichert die Bezirksregierung Köln zu, die Anregungen in einer Dienstbesprechung mit dem MAGS zu thematisieren. 

 

Pflegekammer - der nächste Schritt ist getan

Die Landesregierung NRW hat das Pflegekammergesetz in den Landtag eingebracht. Am 29.11.2019 fand die erste Beratung im Landtag statt, in der das Gesetz an den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales überwiesen wurde.

Im zweiten Schritt soll 2020 der Errichtungsausschuss für die Pflegekammer berufen werden.

 

Berufegesetz beschlossen

OTA-ATA-G kommt

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 29.11.2019 grünes Licht für das OTA-ATA-G gegeben. Damit tritt erstmalig eine bundesweite Regelung der Ausbildungen zum 01. Januar 2022 in Kraft.

 

Fachtagung und Landesversammlung in Dortmund

 

Über 140 Teilnehmer aus Schule, Praxis und Hochschule konnte Thomas Kutschke, Landesvorsitzender des BLGS NRW, zur traditionell im Herbst stattfindenden Fachtagung und Landesversammlung des LV NRW am 14.11.2019 begrüßen – und das, obwohl das Thema der Fachtagung nicht, wie es im Jahr vor der Reform zu erwarten gewesen wäre, die Umsetzung des PflBG war. „Wir haben uns ganz bewusst entschieden, das PflBG nicht zum Thema zu machen“ sagte Thomas Kutschke in seiner Begrüßung.
Einen großen Stellenwert nahm neben den Vorträgen und der Diskussion im Plenum der informelle Austausch ein. „Es braucht noch viel mehr Zeit“ fasste eine Teilnehmerin den Tag zusammen und bestätigte das Konzept der Fachtagung mit einem klaren „Weiter so!“

 

Digitalisierung in der beruflichen Bildung – mehr als eine Methodenfrage
Im ersten Impulsvortrag setzte sich Dr. Joanna Burchert (Bildungsforscherin bei der DEKRA SE) mit der Schnittstelle zwischen beruflicher Bildung und Digitalisierung auseinander – und bestätigte zunächst, dass bisher durch die Digitalisierung alleine keine signifikante Steigerung der Lernleistung nachgewiesen werden konnte.
Berufliche Bildung tue gut daran, so Dr. Burchert, das „große Ganze“ in den Blick zu nehmen. Und das bedeute eben, den Blick nicht nur auf die Lernenden, sondern ebenso auf die Lehrenden und die Lernumgebung zu richten. Die Digitalisierung schaffe dann durch die Vernetzung über den eigenen Betrieb hinaus den Blick über den Tellerrand. Hierfür sei es notwendig, die Kompetenzen der Lernenden anders einzusetzen. Digitale Medien sollen von den Lernenden eigenverantwortlich, selbstbestimmt und reflektiert eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt des Handelns und der Nutzung digitaler Medien stehen die sogenannten 4 K des 21. Jahrhunderts: Kreativität, Kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration – diese gelte es im Sinne einer umfassenden Medienkompetenz zu betrachten und zu fördern.

 

Wege zur Umsetzung – aber nicht best practice
Im zweiten Vortrag zeigten Andreas Winter und Eva Ortmann-Welp von der ZAB Gütersloh Wege der Digitalisierung in einer Bildungseinrichtung im Gesundheitswesen auf. Deutlich wurde dabei, dass bereits heute viele Aspekte von Digitalisierung in den Schulen des Gesundheitswesens Einzug gehalten haben. Ebenso deutlich wurde jedoch, dass die Infrastruktur der Schule eine wichtige Rolle spielt – und dass hier sehr häufig noch „Luft nach oben“ zu verzeichnen sei.
Eine Blitzumfrage bei den Anwesenden bestätigte beide Thesen: so bestätigte sich, dass in allen Schulen Teilaspekte der Digitalisierung bereits umgesetzt werden, gleichzeitig strapazierte die zeitgleiche intensive Nutzung das Netzwerk des Veranstaltungsortes deutlich.

In der anschließenden Diskussion zeigte sich das rege Interesse der Mitglieder durch kritische Nachfragen, neue Ideen und den immer wieder auftauchenden Verweis auf den Digitalpakt Schule.

 

Nachwuchspreisträgerinnen ausgezeichnet
Lena Düsing und Lena Spiekermann sind die Preisträgerinnen des Nachwuchspreises des BLGS NRW im Jahr 2019. Zum Bericht
Auch im Jahr 2020 wird der Nachwuchspreis vom BLGS NRW verliehen. Die Ausschreibung kann auf der Homepage abgerufen werden.

 

Berufspolitischer Diskurs mit dem MAGS
Aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales war Gerhard Herrmann, Leiter der Abteilung VI: Pflege, Alter und demographische Entwicklung, nach Dortmund gekommen. Launig konstatierte er zu Beginn seines Berichtes, dass „die Spaßveranstaltung nun zu Ende sei“, denn ihm sei klar, dass die berufspolitischen Interessen der Mitglieder des BLGS nicht immer mit den politischen Entscheidungen des MAGS kompatibel seien. Daher stellte er zunächst das Dilemma der Landesregierung vor: Die Struktur- und Fachkräfteentwicklung ist dem (prognostizierten) Zuwachs an pflegebedürftigen Menschen in NRW nicht nachgekommen.
Die Initiativen des MAGS richten sich daher daran aus, diese Engpässe zu beseitigen und gleichzeitig die Pflegeempfänger nicht über Gebühr zu belasten.
Positiv wurde von den Anwesenden die Entwicklung der Pflegekammer in NRW aufgenommen: zuletzt wurde der pflegefachliche Beirat gegründet, der die Aufgabe hat, die Umsetzung der Pflegekammer vorzubereiten. Die Gesetzgebung befindet sich im parlamentarischen Verfahren und soll im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein.
Kritische Rückfragen aus dem Publikum gab es zu den Miet- und Investitionskosten der Pflegeschulen, für die es vom Land aus Sicht der Anwesenden keine zufriedenstellende und für die Schulen zukunftssichernde Lösung gibt. Auch die Verordnung zur Ausbildung in der Pflegefachassistenz, die die bisherigen Ausbildungen der Altenpflegehilfe und der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz im Jahr 2020 ablösen soll, führte zu Diskussionen.
Gerhard Herrman warb um Verständnis, dass auch das MAGS die anstehenden Aufgaben nur nach und nach bearbeiten kann – und stellte gleichzeitig weitere Unterstützung durch Verordnungen des Ministeriums, z.B. zur Regelung der Praxisanleitung, in Aussicht.

 

Erfolgreiche Arbeit des BLGS NRW – dank vieler engagierter Mitglieder
In der Landesversammlung verdeutlichte Thomas Kutschke, dass die erfolgreiche Arbeit des BLGS NRW nur durch die engagierte Arbeit in zahlreichen Gremien, vor allem aber durch das Engagement der Mitglieder möglich wird. Die steigenden Mitgliederzahlen sowie die steigende Wahrnehmung des BLGS NRW als Ansprechpartner für Politik, Berufspolitik und Schulen sind eindeutige Signale, dass sich die Arbeit auszahlt. Ausdrücklich bedankte sich Thomas Kutschke für das Engagement der Schulen, die zahlreich die Landtagsabgeordneten kontaktiert und das Absenken des Lehrer-Schüler-Schlüssels kritisch hinterfragt hatten. Hier sei der politische Einfluss deutlich geworden. Gleichwohl lobte er die konstruktive Zusammenarbeit mit dem MAGS, die trotz inhaltlich unterschiedlicher Positionen durch gegenseitige Wertschätzung geprägt sei.

 

Neues Mitglied im Landesvorstand
Dr. Andreas Bock wurde in der Landesversammlung mit eindeutiger Zustimmung der Mitglieder in den Landesvorstand des BLGS NRW berufen. Er folgt auf Heinz Lönneßen, der seine Tätigkeit im Landesvorstand aus privaten Gründen aufgegeben hatte. In den Regionalkonferenzen übernimmt Susanne Leng die Sprecherfunktion für den RB Düsseldorf, Carsten Matar für den RB Köln und Dennis Martach für den RB Münster. Der Landesvorstand freut sich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

 

 

Finanzierung der Pflegeausbildung steht

Pauschalbeträge sind vereinbart

In Nordrhein-Westfalen steht die Finanzierung der generalistischen Pflegeausbildung ab 2020: Das MAGS hat mit den Trägern der Schulen, den Landesverbänden der Kranken- und Pflegekassen, der Krankenhausgesellschaft, den Trägern der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie den privaten Krankenversicherern eine Einigung zur Finanzierung der Ausbildungskosten vereinbart.

Damit steht die neue Pflegeausbildung auf einer soliden finanziellen Basis, die für Planungssicherheit bei den Pflegeschulen und Trägern der praktischen Ausbildung sorgen soll. Die jetzt vereinbarten Pauschalen sind die Basis des Ausbildungsbudgets, das Schulen und Träger zukünftig aus dem Ausbildungsfonds erhalten. Fondsverwaltende Stelle ist die Bezirksregierung Münster.

Für das Jahr 2020 sind pro Schüler und Jahr 7.350 € für die Pflegeschulen und 8.000 € für die Träger der praktischen Ausbildung vereinbart. In 2021 steigen die Pauschalen auf 7.563 € bzw. 8.232 €.

Im Landeshaushalt sind zudem Mittel eingestellt, die die bisher nicht geregelten Miet- und Investitionskosten der Schulen, die nicht in Trägerschaft eines Krankenhauses sind, zumindest teilweise auffangen sollen. Höhe und Verteilungsschlüssel sind noch nicht bekannt.

 

Förderrichtlinie für Fachseminare

MAGS regelt Förderung der Altenpflegehilfe und Familienpflege neu

Gute Nachrichten für die Fachseminare für Alten- und Familienpflege: das MAGS NRW hat die finanzielle Förderung der Schulen für die Ausbildung in der Altenpflegehilfe und Familienpflege an den Fördersatz in der Altenpflegeausbildung angepasst. Die Förderrichtlinie tritt mit Wirkung vom 01. Januar 2019 in Kraft.

 

Durchführungsverordnung Pflegeberufegesetz

DVO-PflBG NRW veröffentlicht:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW hat am 01.10.2019 die Verordnung zur Durchführung des Pflegeberufegesetzes in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Damit liegt nun neben den Regelungen des Bundes auch die landesrechtliche Regelung für die Umsetzung des PflBG vor. 

 

DigitalPakt Schule

Richtlinie DigitalPakt Nordrhein-Westfalen veröffentlicht:

Am 11.09.2019 wurde die Richtlinie über die Gewährung zur Förderung der Digitalisierung der Schulen in NRW veröffentlicht. Hier werden die Schulen des Gesundheitswesens, namentlich die Pflegeschulen, ausdrücklich einbezogen.

Die Mittel werden als Schulträgerbudget sowohl in der Höhe als auch in Bezug auf den Fördergrund der einzelnen Pflegeschule zugewiesen. Förderfähig sind maximal 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben, damit bleibt ein Eigenanteil von 10% übrig, der vom Träger übernommen werden muss. 

Von Seiten der Geschäftsstelle Gigabit NRW ist eine Informationsveranstaltung zur Umsetzung der Förderrichtlinie im November geplant.

 

Neues aus dem Landesvorstand

Heinz Lönneßen gibt Rücktritt aus Landesvorstand bekannt

Mit großem Bedauern hat der Landesvorsitzende Thomas Kutschke auf den Rücktritt von Heinz Lönneßen aus dem Landesvorstand des BLGS NRW reagiert: "Mit dem Rücktritt verlieren wir einen engagieren und sympathischen Kollegen und darüber hinaus einen versierten Texter. Heinz Lönneßen hat nicht nur einfach Protokolle geschrieben, auch die meisten Schreiben, Stellungsnahmen und Veröffentlichungen stammen aus seiner Feder. Menschlich wie auch fachlich bedauern wir seine Entscheidung, können sie aber bei der Vielzahl von Belastungen, die die Arbeit aller Schulleitungen prägen, verstehen. Wir wünschen ihm persönlich alles Gute und viel Erfolg in seinem Bildungszentrum."

Dr. Andreas Bock ist seit der letzten Vorstandswahl erster Nachrücker und hat bereits bestätigt, dass er die Nachfolge von Heinz Lönneßen im Landesvorstand antreten wird. Der Landesvorstand freut sich auf die Zusammenarbeit und sichert Dr. Bock die volle Unterstützung beim Einstieg in das neue Amt zu. Bei der nächsten Landesversammlung am 14.11.2019 wird sich Dr. Andreas Bock den Mitgliedern vorstellen.

Weitere Themen der Sitzung des Landesvorstands am 26.08.2019 im Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe Südwestfalen GmbH in Siegen waren die Fachtagung und Landesversammlung des BLGS NRW, der Austausch über Aktuelles aus den Regional- und Sektionskonferenzen, die Entwicklung der Pflegekammer NRW sowie Aktuelles aus dem Begleitgremium zur Umsetzung der Pflegeberufereform im MAGS:

Fachtagung und Landesversammlung des BLGS NRW am 14.11.2019:
Es wirkt fast wie abgesprochen: kurz vor der Fachtagung des BLGS NRW, die sich in diesem Jahr thematisch mit der Digitalisierung in der Pflegebildung beschäftigt, hat das Schulministerium NRW die Förderrichtlinie sowie die Förderbeiträge für die Ausbildungsstätten aus dem Digitalpakt zwischen Bund und Ländern veröffentlicht. Somit kann das Thema aktueller nicht sein!
Dr. Joana Burchert verdeutlicht in ihrem Beitrag, dass die Digitalisierung nicht allein eine Methodenfrage für die Bildungseinrichtungen ist und Andreas Winter wird in seinem Vortrag Wege der Digitalisierung in Bildungseinrichtungen des Gesundheitswesens vorstellen.

Aktuelles aus den Regional- und Sektionskonferenzen:
Die Regionalkonferenzen beschäftigen sich alle intensiv mit der Umsetzung des PflBG. Hierzu entwickeln sich z.T. enge Kontakte und Verbünde, die sich mit den zentralen Fragen der Umsetzung in einer Region beschäftigen, um gemeinsame und tragfähige Lösungen zu finden. Wir freuen uns sehr, dass mittlerweile in allen Regierungsbezirken Praxisanleiterkonferenzen gegründet sind, die rege Beteiligung zeigt einmal mehr, wie groß der Bedarf der Kolleginnen und Kollegen ist, dem wir mit unserem Angebot gerne entsprechen. Die Sektion OTA-ATA blickt ebenfalls einer neuen Gesetzgebung entgegen: erstmals sollen die ATA- und OTA-Ausbildungen bundesweit gesetzlich geregelt werden, der entsprechende Gesetzentwurf muss noch vom Bundesrat verabschiedet werden.

Pflegekammer:
Ziel des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW ist, das Kammergesetz noch in diesem Jahr zu verabschieden, so dass 2020 der Errichtungsausschuss berufen und die Vorbereitungen zur Gründung der Pflegekammer beginnen können. Das ehrgeizige Ziel von Minister Laumann: die Kammer soll 2021 an den Start gehen! Der BLGS NRW beteiligt sich aktiv und will u.a. die Belange der Lehrenden und Auszubildenden im Errichtungssausschuss vertreten.

Begleitgremium zur Umsetzung des PflBG:
Im Begleitgremium wird derzeit die Neugestaltung der Ausbildung zur Pflegefachassistenz beraten, die die bisherigen Helferqualifikationen (Altenpflegehilfe und Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz) ablösen soll. Das Land hat erste Ideen für eine Gesetzgebung vorgelegt, die nun beraten und diskutiert werden.

Die nächste Sitzung des Landesvorstandes findet am 11.12.2019 in der St. Elisabeth Akademie in Neuss statt.

 

Pflegekammer

Kammergesetz geht in Verbändeanhörung

Nach der großen Zustimmung bei einer Befragung zur Einrichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen versprach der zuständige Landesmminister Karl-Josef Laumann bis zur Sommerpause ein Kammergesetz vorzulegen. Das Versprechen wurde gehalten. Ein Gesetzentwurf geht nun in den Prozess der Verbändeanhörung. Der BLGS wird sich über den Pflegerat NRW in die Beratungen einbringen.

Laumann begründet in einer Pressemitteilung die Notwendigkeit einer Pflegekammer erneut: "Wenn über Pflege gesprochen und entschieden wird, sitzen viele Berufsgruppen mit am Tisch – die Pflege selbst oft aber nicht. Mit der Pflegekammer soll sich das ändern." Mit einer Pflegekammer würden sich die Kräfteverhältnisse im Gesundheitswesen dauerhaft verschieben.

Auch einen Zeitplan legte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales vor: Die Kammerversammlung solle zum Ende des Jahres 2021 erstmals zusammentreten. "Dann soll die Pflegekammer zum Beispiel eigene Qualitätsrichtlinien erlassen sowie Standards für die Berufsausübung festlegen. Ab dem Jahr 2023 soll die Pflegekammer schließlich selbstständig das Fort- und Weiterbildungs-wesen der Pflegefachpersonen regeln". 5 Millionen Euro stellt das Land als Anschubfinanzierung zur Verfügung.

 

DVO

Ausschuss beschäftigt sich mit BLGS-Protest

Der Entwurf einer Durchführungsverordnung zur Umsetzung des Pflegeberufegesetzes hat viele Lehrende in NRW empört. Anlass ist die von der Bundesgesetzgebung abweichende Lehrer-Schüler-Relation von 1:25, die in NRW in den kommenden jahren gelten soll.

Nun befasste sich der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit dem Thema.

Zahlreiche BLGS-Mitglieder hatten sich zuvor schriftlich, telefonisch und teilweise auch persönlich an Abgeordnete des Landtags gewandt um ihren Unmut über die geplante Schlechtstellung der Lehrenden kundzutun. So schreibt beispielsweise Hermann Geusendam-Wode, Schulleiter in Münster, an Abgeordnete seines Wahlkreises, er habe sich auf die Pflegeberufereform gefreut. Der Entwurf der Durchführungsverordnung konterkariere allerdings die Anstrengungen der Pflegeschulen in NRW. „In keinem anderen Bundesland wird ein Schüler-Lehrer-Verhältnis unterhalb der bundesgesetzlichen Norm geplant.“ stellt Geusendam-Wode fest.

In der Argumentation ist er mit dem BLGS einig: Ausbildungsqualität ist nicht zum Nulltarif zu haben und der Pflegeberuf wird in Nordrhein-Westfalen nicht attraktiver, wenn man in den Schulen schlechtere Strukturqualität bietet als in jedem anderen Bundesland.

 

Vor dem Fachausschuss des Landtags wiederholte Minister Karl-Josef Laumann noch einmal seine Argumentation. Es seien zu wenig Lehrende auf dem Arbeitsmarkt. Um nicht Ausbildungskapazitäten abbauen zu müssen werde vorübergehend der Lehrer-Schüler-Schlüssel angepasst. Den Lehrerprotest nehme er sehr ernst und sicherte zu in 2 Jahren auf der Basis der dann vorliegenden neuen Zahlen der Landesberichterstattung die Lehrer-Schüler-Relation erneut beurteilen zu wollen. 

 

Stellungnahme des BLGS NRW zur DVO

Ausschuss beschäftigt sich mit BLGS-Protest

Der Entwurf einer Durchführungsverordnung zur Umsetzung des Pflegeberufegesetzes hat viele Lehrende in NRW empört. Anlass ist die von der Bundesgesetzgebung abweichende Lehrer-Schüler-Relation von 1:25, die in NRW in den kommenden jahren gelten soll.

Nun befasste sich der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit dem Thema.

Zahlreiche BLGS-Mitglieder hatten sich zuvor schriftlich, telefonisch und teilweise auch persönlich an Abgeordnete des Landtags gewandt um ihren Unmut über die geplante Schlechtstellung der Lehrenden kundzutun. So schreibt beispielsweise Hermann Geusendam-Wode, Schulleiter in Münster, an Abgeordnete seines Wahlkreises, er habe sich auf die Pflegeberufereform gefreut. Der Entwurf der Durchführungsverordnung konterkariere allerdings die Anstrengungen der Pflegeschulen in NRW. „In keinem anderen Bundesland wird ein Schüler-Lehrer-Verhältnis unterhalb der bundesgesetzlichen Norm geplant.“ stellt Geusendam-Wode fest.

In der Argumentation ist er mit dem BLGS einig: Ausbildungsqualität ist nicht zum Nulltarif zu haben und der Pflegeberuf wird in Nordrhein-Westfalen nicht attraktiver, wenn man in den Schulen schlechtere Strukturqualität bietet als in jedem anderen Bundesland.

Vor dem Fachausschuss des Landtags wiederholte Minister Karl-Josef Laumann noch einmal seine Argumentation. Es seien zu wenig Lehrende auf dem Arbeitsmarkt. Um nicht Ausbildungskapazitäten abbauen zu müssen werde vorübergehend der Lehrer-Schüler-Schlüssel angepasst. Den Lehrerprotest nehme er sehr ernst und sicherte zu in 2 Jahren auf der Basis der dann vorliegenden neuen Zahlen der Landesberichterstattung die Lehrer-Schüler-Relation erneut beurteilen zu wollen. 

 

Brief der Sektion Notfallsanitäter an Minister Laumann

„Wir bieten uns als Ansprechpartner an“

In einem Brief an den Landesgesundheitsminister stellt sich die BLGS-Sektion „Notfallsanitäter“ als Ansprechpartner vor. Anlass für das Schreiben ist der Erlassentwurf zur Umsetzung des § 6 NotSanG. Hier ist die Qualifikation von Lehrkräften und Schulleitungen in der Ausbildung zum Notfallsanitäter regelt.

Der Erlass des Ministeriums soll nun Übergangsregeln definieren, die auch andere als die Masterqualifikation für Lehrende in Schulen für die Ausbildung zum Notfallsanitäter zulassen. „Die vorgeschlagene Übergangsregelung halten wir für angemessen und unterstützen sie.“ Heißt es in dem Brief an Minister Laumann. Langfristig müsse aber eine Masterqualifikation festgeschrieben werden.

Auch bei der Qualifikation der Schulleitungen empfehle sich eine „Orientierung an den Anforderungen des PflBG“. Hierfür sei ein Ausbau des Hochschulangebotes für rettungsdienstliches Personal wünschenswert.

Jochen Hanisch und Thomas Wejers sind Sprecher der noch jungen Arbeitsgruppe im BLGS. "Wir hoffen mit unserem Schreiben an den Minister noch mehr Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen zu können, dass es sinnvoll ist, sich im BLGS zu vernetzen." sagt Jochen Hanisch. Die Unterstützung durch den Landesvorstand sei ein wichtiger Rückhalt für Arbeit der Sektion.