LV Nordrhein-Westfalen Nachwuchspreis

Bewerbungsfrist für den Nachwuchspreis 2021 beendet

08.05.2021

Am 31.03.2021 endete die Bewerbungsfrist für den Nachwuchspreis 2021 des BLGS NRW. Im nächsten Schritt werden die eingegangenen Bewerbungen gesichtet. Im Anschluss wird entschieden, welche Arbeiten den Juroren Prof. Dr. Wolfgang Heffels und Dr. German Quernheim vorgelegt werden. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Fachtagung und Landesversammlung am 28.10.2021 in Dortmund statt.

 

Nachwuchspreis des BLGS NRW für 2021 erneut ausgeschrieben

15.11.2020

Angesichts der regen Beteiligung in diesem Jahr und der Vielfalt der eingereichten Themen entschied der Landesvorstand, den Nachwuchspreis auch im Jahr 2021 wieder auszuschreiben. „Hochschule und Bildungspraxis sollen durch diesen Preis vernetzt werden" erläutert Torsten Edelkraut für den Vorstand. "Wir hoffen den Bildungseinrichtungen Impulse für die Umsetzung wissenschaftlich fundierter Konzepte geben zu können."

Der Nachwuchspreis 2021 richtet sich an Master-Absolventen der Pädagogik in Pflege- oder Gesundheitsberufen, die ihren Master-Abschluss in NRW erworben haben oder in NRW in der Berufsbildung tätig sind.
Eingereicht werden können Arbeiten, die mit mindestens "gut" bewertet wurden, nicht älter als drei Jahre sind und sich mit einem Thema der Schulentwicklung (Unterrichts-, Personal- oder Organisationsentwicklung) auseinandersetzen.

Hier geht`s zur Ausschreibung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen bis zum 31.03.2021!

Ihre Unterlagen reichen Sie bitte per Mail (Dateianhänge im pdf-Format) bei Daniela Schlosser oder Torsten Edelkraut ein.

Der Nachwuchspreis BLGS NRW wird im Rahmen der Fachtagung des Landesverbandes NRW am 28. Oktober 2021 überreicht. Die ausgezeichnete Arbeit wird hier in Form eines Impulsreferates präsentiert.

 

Myrèse Larkamp gewinnt den Nachwuchspreis 2020

15.11.2020
 

Myrèse Larkamp

ist die Preisträgerin des diesjährigen Nachwuchspreises des BLGS NRW


Leider konnte die Preisverleihung in diesem Jahr, aufgrund der coronabedingte Absage der Fachtagung und Landesversammlung, nicht persönlich erfolgen. Der Landesvorstand gratuliert dafür umso herzlicher Myrèse Larkamp zum Gewinn des Nachwuchspreises!

Die Preisträgerin setzte sich mit ihrer Masterarbeit mit dem Thema: Grundprinzipien der Konzeption von Fort- und Weiterbildungen in der Pflege - eine Bedarfsanalyse unter generalistischer Perspektive gegen 13 weitere Kandidatinnen und Kandidaten durch und wurden mit einem Preisgeld von 1.500 ,-€ belohnt.

„Der Nachwuchspreis soll Ansporn für die Bildungsträger sein, vermehrt wissenschaftliche Konzepte in den Bildungsalltag zu integrieren“ erläutert Daniela Schlosser. Die Vernetzung von Hochschule und Bildungspraxis sei ein wichtiger Schritt, Berufseinsteiger und Schulen gleichermaßen zu motivieren und „zu bewegen“.

Myrèse Larkamp wird für ihre Masterarbeit, die im Rahmen des postgradualen Masterstudiums „Schulleitungsmanagement“ an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Köln entstanden ist, ausgezeichnet. Sie arbeitet bereits seit 2013 in der beruflichen Ausbildung. Seit 2018 leitet sie den Fort- und Weiterbildungsbereich an der Canisius Campus Dortmund gGmbH – Katholische Akademie für Pflegeberufe.

Ausgehend davon, dass die „breitere“ Qualifikation generalistisch ausgebildeter Pflegefachpersonen zulasten einer bisher als selbstverständlich erachteten Tiefe geht, erarbeitet Myrèse Larkamp in ihrer Masterthesis „Grundprinzipien, die zukünftig zur Konzeption von Weiterbildungsqualifizierungen herangezogen werden sollten, um die antizipierte Kompetenzlücke zu schließen.“ (Larkamp 2019, 11.)

Die Masterarbeit greift damit ein aktuelles pflegepädagogisches Schwerpunktthema auf, das zudem eine gesellschaftspolitische wie berufspolitische Dimension aufweist. Die Juroren des Nachwuchspreises, Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels und Dr. German Quernheim, begründen ihre Entscheidung, die Arbeit von Myrèse Larkamp mit dem Nachwuchspreis auszuzeichnen, mit der Zukunftsrelevanz des Themas, die in der „zukünftigen[n] Gestaltung der Fort- und Weiterbildung in der Pflege unter integrativer Berücksichtigung der generalistischen, berufsbezogenen und akademischen Bildungsgänge“ (aus dem Gutachten der Juroren) zu sehen ist.

Ziel der Masterthesis ist es, vor dem Hintergrund der aktuellen Gesetzeslage sowie der derzeit vorfindbaren Fort- und Weiterbildungslandschaft zu analysieren, welche Qualifikationen der Fort- und Weiterbildung der „Markt“ ab 2023 benötigt. Zwei wesentliche Erkenntnisse resultieren aus der umfangreichen Recherche und werden von den Gutachtern auf den Punkt gebracht:

Erstens: die generalistische Pflegeausbildung verändert den Fort- und Weiterbildungsbedarf, sowohl hinsichtlich einer erst nach der Grundausbildung zu erwerbenden tieferen Fachspezifik als auch hinsichtlich der Einarbeitungskonzepte für alle vom Pflegeberufegesetz eröffneten Berufsabschlüsse nach der beruflichen Erstausbildung.

Zweitens: es bedarf einer Neukonzeption des gesamten Fort- und Weiterbildungssektors in der beruflichen Pflege – mindestens in diesen Bereichen:

Das Ordnungssystem der pflegerischen Fort- und Weiterbildung, das bislang eher unter einer medizinischen bzw. funktionsorientierten Perspektive entwickelt wurde, „bedarf einer Neukonstruktion nach pflegewissenschaftlichen Gesichtspunkten.“ (aus dem Gutachten) Die Pflegewissenschaft muss als Ordnungs- und Orientierungssystem für den Fort- und Weiterbildungsbereich handlungsleitend werden.

Zudem ist die tradierte und weitgehend verschulte Lehr-Lern-Organisation im Fort- und Weiterbildungsbereich zu überprüfen und zugunsten eines nach selbstgesteuerten (digitalen) Lernprinzipien ausgelegten Prinzips zu verändern. Dabei darf die nationale und internationale Vergleichbarkeit, wie sie z.B. durch das ECVET-Nachweissystem erreicht wird, nicht unberücksichtigt bleiben.

Und in Bezug auf das Qualifikationsniveau: „Die Paradoxie, dass beruflich qualifizierte und akademisch qualifizierte Pflegekräfte für die gleichen Aufgabenbereiche zuständig sind, aber auf unterschiedlichen Ebenen nach DQR [und] EQR qualifiziert [werden], bedarf einer Problemlösung in Bezug auf die Konstruktion von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Pflege.“ (aus dem Gutachten) Der Vorschlag in der Masterthesis lautet, formale, informale und non-formale Kompetenzen anzuerkennen und damit integrativ und nicht seperativ zu agieren.

Und wie lassen sich diese Anforderungen in einer Fort- und Weiterbildungslandschaft umsetzen, die aufgrund zahlreicher Akteure und z.T. konkurrierender gesetzlicher Regularien als äußerst heterogen zu bezeichnen ist und in der es weder einheitliche (verpflichtende) Vorgaben noch eine bundesweite Kontrollinstanz gibt? Myrèse Larkamp empfiehlt eine einheitliche und organisierte Struktur der Fort- und Weiterbildungslandschaft auf Bundesebene – und sieht in einer Bundespflegekammer als Dachorganisation aller Landespflegekammern eine mögliche Organisation, die dieses Aufgabenfeld als ihres betrachtet. (vgl. Larkamp 2019, 30 und 73 f.)

Der Landesvorstand des BLGS NRW freut sich sehr, dass die ausgezeichnete Masterthesis eine von vielen Arbeiten ist, die im Wettbewerb eingereicht wurden.  Und die Rückmeldung der beiden Juroren spornt an: „In diesem Jahr waren die Masterarbeiten sehr eng und alle sehr gut!“ (aus dem Gutachten).

Daher gilt die Gratulation des Landesvorstandes allen Wettbewerben und ganz besonders den beiden Platzierten:
Während sich Stephanie Wolters mit Interventionsentscheidungen von Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern im Projekt Schüler leiten eine Station auseinandersetzte, analysierte Jan-Philipp Schlichtmann die Situation männlicher Auszubildender in Pflegeberufen unter der Fragestellung: „Wirst du dann Krankenbruder?“

 

Die bisherigen Preisträger des Nachwuchspreises sind:

Jahr Autor*innen Thema
2020

Myrèse Larkamp

Grundprinzipien der Konzeption von Fort- und Weiterbildungen in der Pflege - eine Bedarfsanalyse unter generalistischer Perspektive

2019

Lena Düsing

Lena Spiekermann

Get Smart! Chancen und Grenzen der Smartphone-Nutzung an Schulen des Gesundheitswesens
2018

Andrea Eckelsbach

Maike Lammert

Entwicklung einer Handreichung zur Umsetzung inklusiver Strukturen für Schulen des Gesundheitswesens